Austropop

Beim Austropop handelt es sich um die Bezeichnung eines in Österreich entstandenen und geprägten Musikstils, der seinen Ursprung in den 60er Jahren hat. Unter Austropop versteht man weniger ein bestimmtes Genre, als vielmehr Musik aus Österreich, meist in der Landesprache, häufig wird auch mit entsprechendem Dialekt, vor allem wienerisch, gesungen. Mit Aufkommen der englischspachigen Popmusik wurden aber auch englischsprachige Künstler aus Österreich dazugezählt. Udo Jürgens und Peter Alexander, die noch vor der Dialektwelle der 1970er Jahre musikalisch in Erscheinung traten, zählen grundsätzlich zur Kategorie des Austropop, werden aber als Schlagerinterpreten selten als Vertreter des Austropop bezeichnet.

Zwei Highlights der Austropop-Bewegung waren in den 70er Jahren die beiden Künstler Wolfgang Ambros und Georg Danzer. Der internationale Durchbruch des Austropop gelang aber vor allem durch die in den 1980er Jahren entstandene Neue Deutsche Welle. Ein Beispiel hiermit ist die Austropop-Band “Minisex”. Auch unbedingt zu nennen ist in diesem Zusammenhang der österreichische Künstler Falco, der mehr rappend als singend den Austropop prägte und ebenso internationale Erfolge feierte. Bis heute sind Künstler wie Ambros und Danzer bekannt und gefragt, aber vor allem Falcos Beliebtheit ungebrochen. Dennoch war Falco der zweite österreichische Künstler, der einen Nummer-Eins-Hit in den USA hatte. Dies gelang vor ihm Anton Karas. Im deutschsprachigen Raum erzielten die EAV (Erste Allgemeine Verunsicherung) jahrelang Erfolge in den Hitparaden.

Eine der bekanntesten Austropop-Künstlern der heutigen Zeit ist die Pop-Rock-Sängerin Christina Stürmer, die in einer Castingshow des ORF entdeckt wurde und seit 2002/2003 international erfolgreich ist. Stürmer singt im Gegensatz zu Falco allerdings wieder dialektfrei.