Whisky
Whisky ist ein aus Wasser und Getreide destilliertes Getränk, dessen Alkoholgehalt weniger als 94,8 % vol beträgt, Abfüllungen besitzen üblicherweise zwischen 40 und 46 % vol. Die Spirituose muss mindestens drei Jahre lang im Eichenfass lagern, dessen Volumen 185 Gallonen beziehungsweise 700,3 Liter nicht überschreiten darf, die beste Reife dauert mindestens zehn Jahre. Der Geschmack ist von sämtlichen Materialien und Herstellungsverfahren abhängig.
Erfunden wurde Whisky entweder in Irland oder in Schottland, wo er traditionell illegal gebrannt wurde – bis zur 1823 erfolgten Legalisierung: Im schottischen Hochland wurde Gerste angebaut, die der Nahrung und als Viehfutter diente. Vorhandene Überschüsse wurden für die Whiskyherstellung genutzt, denn das wärmende Genussmittel leistete in der kalten Jahreszeit gute Dienste. Als im Jahr 1870, ausgelöst durch eine Reblausplage, großflächig französische Weinbestände zerstört wurden, erlangte Whisky erstmals Bedeutung für den Export, weil er als Ersatz für Weinbrand dienen konnte. Nach der Erfindung des Blends wurde dieser preiswert angebotene Mix-Whisky im Europa des späten 19. Jahrhunderts rasch populär.
Die Bezeichnung der Spirituose leitet sich vom gälischen „uisge beatha“ („Lebenswasser“) ab, das nachmals von den Briten zu „Whisky“ anglisiert wurde. Schottische und irische Auswanderer versuchten, in Amerika ebenfalls Whisky zu destillieren, mussten jedoch auf Roggen oder Weizen ausweichen und andere Verfahren nutzen. Für den amerikanischen Whisky setzte sich die irische Bezeichnung „Whiskey“ durch.
Begriffsammlung:
Malt: Whisk[e]y aus gemälzter Gerste,
Corn und Bourbon: Mais-Whiskey,
Rye: Roggen-Whiskey,
Grain: Whisk[e]y aus Weizen, ungemälzter Gerste, Hafer oder mehreren Getreiden,
Blended: verschnittener Whisk[e]y,
Scotch, Irish, American: Herkunftsbezeichnungen.